Impingement

Unter Impingementsyndromen (Einklemmung) werden Veränderungen im Sprunggelenk zusammengefasst die zu wiederkehrenden Reizzuständen und Bewegungseinschränkungen im Gelenk führen können. Diese können sowohl von Weichteil-, als auch von Knochengewebe hervorgerufen werde und sind häufig Folgezustände von früheren Verletzungen oder Operationen. Auch chronische Überlastungen (Fußball) oder Verschleißerscheinungen können als Ursache in Frage kommen. Während knöcherne Veränderungen durch Röntgen-, bzw. auch CT (Computertomographie) Aufnahmen leicht erkannt werden können (Bild 1), sind Weichteilvernarbungen auch im MRT (Magnetresonanztomographie) nicht immer erkennbar. Manchmal findet sich erst bei der Gelenkspiegelung die genaue Ursache der Beschwerden (Bild 2). Im Rahmen einer arthroskopische Operation können die störenden Gewebeanteile oder Knochenanbauten dann schonend abgetragen werden (Bild 3).

Gleichwohl sich die meisten Reizzustände im vorderen Gelenk finden, gibt es auch im posterioren (hinteren) Gelenkbereich des öfteren vor allem knöcherne Strukturen (z.B. Os trigonum) die eine Impingementsymtomatik verursachen. Im Rahmen einer hinteren Sprunggelenksspiegelung ist es möglich auch diese Gewebeanteile arthroskopisch zu entfernen.

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Bild 1

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Bild 2

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Bild 3

Knorpelschaden

Knorpelschäden im Sprunggelenk finden sich meist am Talus (Sprungbein). Die lokalisierten Defekte finden sich meist an der inneren oder äußeren Kante des Talus Die Ursache dieser sogenannten osteochondralen Defekte ist nicht eindeutig geklärt. In vielen Fällen berichten die Patienten jedoch über ein zurückliegendes Trauma, häufig in Form einer Bandverletzung. Daneben können auch lokale Durchblutungsstörungen oder genetische Faktoren eine Rolle spielen. Patienten mit umschriebenen Knorpelschäden klagen meist über belastungsabhängige Schmerzen, die meist tief im Gelenk empfunden werden. Auf CT Aufnahmen lässt sich die genaue Größe und Lokalisation der Defekte zuverlässig bestimmen (Bild 4).

Die Therapie dieser Läsionen ist abhängig von der Größe und den Beschwerden der Patienten unterschiedlich. Eine zuverlässige Verbesserungsmöglichkeit bietet oft eine arthroskopische Operation bei der die abgestorbenen Knorpel-, und Knochenanteile entfernt werden. Dann werden im gesunden Knochen mit Hilfe von gebogenen Meißeln kleine Löcher gesetzt, aus denen sich durch die einsetzende Blutung ein Ersatzgewebe entwickeln kann (Bild 5,6). Diese Technik wird als Microfrakturierung bezeichnet und erfordert nach der Operation eine ungefähr 6 wöchige Teilbelastungszeit an Gehstützen.

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Bild 4

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Bild 5

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Bild 6

Achillessehne

Die Achillessehne ist eine der kräftigsten Sehnen des Menschen. Aufgrund der hohen Beanspruchung der Sehne kann es sowohl zu akute Rupturen als auch zu chronische Entzündungen (Tendinosen) der Sehne kommen, die jeweils unterschiedliche Behandlungen erfordern.

Eine Achillessehnenruptur entsteht durch eine plötzliche Krafteinwirkung auf die Sehne. Eine häufige Ursache sind Beschleunigungsbewegungen bei Ballsportarten. Die Patienten berichten oft über ein lautes schnalzendes Geräusch mit anschließender Kraftlosigkeit im Fuß. Die Diagnose lässt sich durch eine sorgfältige Untersuchung, ergänzt durch Ultraschall (Sonographie) oder MRT in der Regel sicher stellen. Die Behandlung besteht in den meisten Fällen aus einer Operation, bei der über einen kleinen Schnitt die Sehnenenden mit einem eigenen Nahtinstrumentarium wieder verbunden werden. Anschließend ist eine Ruhigstellung der Sehne in einem Spezialschuh für ca. 8 Wochen notwendig. Bei älteren Patienten, oder auch bei Rupturen der Sehne am muskulären Übergang kann die Verletzung auch ohne Operation therapiert werden.

Chronische Überlastungsschäden der Sehnen entstehen generell durch ein Missverhältnis von Belastungsintensität und Belastbarkeit und werden im Bereich der Achillessehne unter dem Begriff Achillodynie zusammengefasst. Die Ursache einer Achillodynie kann im Ansatzbereich der Sehne (Insertionstendinose) oder auch in der Sehne selber (Nichtinsertionstendinopathie) liegen. Generell steht bei der chronischen Achillodynie zunächst die konservative Therapie im Vordergrund. Sollte hierunter keine Besserung der Beschwerden eintreten können Reizungen im Ansatzbereich der Sehne am Fersenbein auch operativ behandelt werden. Oft lässt sich als Ursache eine Spornbildung (sog. Haglundexostose) oder auch eine alleinige Reizung des Schleimbeutels unterhalb der Sehne feststellen. In diesen Fällen kann eine endoskopische Operation mit Abtragung des störenden Gewebes eine zuverlässige Beschwerdebesserung bewirken (Bild 7,8).

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Bild 7

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Bild 8

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